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Kategorie: Dahon Speed TR 2011

2500 Kilometer mit dem Dahon Speed TR

Gepostet in Dahon Speed TR 2011

Das Jahr ist schnell vergangen. Unsere beiden Dahon Speed TR sind nun bereits 1 Jahr alt. Es wird Zeit die Erfahrung der letzten 12 Monate für die Ewigkeit festzuhalten.

2 Dahon Speed TR

Mit meinem Dahon Speed TR bin ich in den vergangenen 12 Monaten insgesamt 2506 Kilometer gefahren, mein Sohn hat das Rad für ca. 150 Kilometer genutzt. Das Rad meiner Frau wurde von ihr 601 Kilometer gefahren. Es sind halt „nur“ unsere Zweiträder, die wir nutzen, wenn wir nicht in unserer Gegend radeln und dafür mit dem Auto anreisen.

Apropos, mit dem Auto anreisen. In unseren Golf Kombi passen die Räder hinein, ohne die Rückbank umzuklappen – allerdings ist das Speed TR im Vergleich zu einem R&M Birdy ein riesiger Klotz.

Mein Rad hat Holland und Polen gesehen, ist von mir über Teile des Nordsee- und Ostsee Küstenradwegs gefahren, findet Ems, Rhein und Ruhr nett  und kennt sich mittlerweile mit Kopfsteinpflaster, Sand, Meer und Steigungen recht gut aus. Es ist übrigens nur ein Gerücht das Falträder in Schlaglöchern versinken, aber man sollte Schlaglöcher mit den kleinen Rädern schon meiden.

Um es vorweg zu nehmen, das Rad ist alltagstauglich und auch für eine größere Reise durchaus geeignet, wenn man nicht den gesamten Hausstand mit sich herumschleppt.

Doch nun zu den Erfahrungen

Rahmen und Lack:

Zum Rahmen selber lässt sich nur sagen, dass er stabil genug ist selbst stärkere Belastungen zu ertragen. Auch bei ordentlicher Beladung verwindet sich der Rahmen nicht, das Rad ist jederzeit gut zu kontrollieren, auch wenn es 4 Packtaschen und den Fahrer schleppen muss.  Eine zusätzliche Federung vermisse ich nicht, da der Stahlrahmen doch einiges dämpft. Selbst im Wiegetritt (ja, manchmal muss es doch sein) ist der Rahmen stabil und es kommt keine Unsicherheit auf.

Der Lack hat mich sehr enttäuscht – er sieht wirklich gut aus, vor allem im Sonnenschein – aber er ist sehr empfindlich gegen Kratzer, das kenne ich von anderen Rädern in dem Maße nicht. Aber, es kommt noch viel schlimmer, schon bei leichten Stößen kommt es vor, dass der Lack abplatzt und der blanke Stahl zu sehen ist (nun verstehe ich auch, warum Dahon dem Rad gleich ein Fläschchen mit Lack beifügt). Es ist sehr ratsam diese Stellen sofort auszubessern, denn der Rost kommt sehr schnell. Hier hat der Hersteller sicherlich noch seine Hausaufgaben zu machen.

Faltmechanismus, Lenker und Vorbau:

Das Rad lässt sich sehr schnell falten, es bedarf hier keiner großen Übung oder Erfahrung. Auch nach einem Jahr und 2500 Kilometer Fahrleistung gibt es hier keine Kritik. Wer aber ein Faltrad benötigt, das sich wirklich klein machen lässt, für den ist das Speed TR nicht geeignet.

Lenker und Vorbau geben keinen Anlass zur Kritik, solange die Schrauben für den Vorbau mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen sind. Der Spielraum ist hier nicht groß – denn sonst verstellt sich der Vorbau während der Fahrt oder er lässt sich nur mit großem Kraftaufwand schließen. Die Idee mit diesem Vorbau finde ich gut, die Umsetzung nicht optimal.

Sind Vorbau und Lenker entsprechend montiert, so ist die Konstruktion stabil genug sich auch mal den einen oder anderen Berg hochzuziehen oder beim Beschleunigen nachzuhelfen (ja, auch das kommt hin- und wieder vor).

Front- und Heckgepäckträger:

Tun, was sie sollen … die Packtaschen tragen. Zu empfehlen ist es die Stellen, die mit den Packtaschen in Verbindung kommen durch Spiralschläuche zu schützen.

Beleuchtung:

Wie bereits in meinen Berichten erwähnt habe ich die mitgelieferte Funzel und das Batterierücklicht durch B&M Scheinwerfer und Rücklicht getauscht. Allerdings ist die provisorische Befestigung und Kabelverlegung (wie vermutet) immer noch nicht geändert … aber warum auch, alles passt.

Schaltung:

Die SRAM Dualdrive II hat sich auf den ersten 2500 Kilometern gut bewährt, sie schaltet wie am ersten Tag, Verschleiß ist nicht zu erkennen oder zu spüren. Die Entfaltung ist ausreichend um auch 16%ige Steigungen zu fahren oder es mal krachen zu lassen. Leider läuft die Nabe nicht geräuschlos, so wie ich es von Shimano Naben oder meiner Rohloff kenne. Besonders im 3. Nabengang ist das sirren doch deutlich nervig zu hören (beide Räder), ein geräuschloses dahingleiten entfällt (leider).

Das Speed TR mit der Alfine 11 Nabe wäre eine gute Kombination.

Dahon Speed TR vor Schloß Benrath

Bremsen:

Seit der Montage von Koolstop Triple Compound Bremsbelägen gibt es keine Kritik mehr. Die V-Brakes packen bissig wie Scheibenbremsen und lassen sich mit den AVID Bremshebeln gut dosieren.

Pedale:

Im Prinzip gefallen mir die Pedale, abnehmbar müssten sie für mich nicht sein. Ich fahre gerne die Seite, an der die äußeren Bereiche nach oben gebogen sind. Allerdings sind das genau die Seiten, die immer unten stehen und ich finde es mühsam die Pedale immer zu drehen. Da mein Reiserad nun Klickpedale bekommt werden die super bequemen Ergon PC2 Pedale nun an das Faltrad wandern, auch wenn die Pedale häßlich aussehen (wie Elefantenfüße).

Sattel und Sattelstütze:

Den originalen Sattel habe ich bereits nach wenigen Kilometern abgebaut und durch einen SQ-Lab 602 ersetzt. Der SQ-Lab Sattel ziert nun das Rad meiner Frau, sie ist damit sehr zufrieden. Ich habe mittlerweile einen Brooks B68 montiert, der viel besser zu mir passt und eine Zierde für das Rad ist.

Die Sattelstütze (die eingebaute Pumpe habe ich nur einmal benutzt, funktioniert gut) ist ein Ärgernis. Das ich 1-2 cm mehr Offset bräuchte ist mein Problem, das habe ich bei allen Rädern (nur dort lässt sich die Sattelstütze gegen eine mit entsprechendem Offset/Seatback austauschen) auch. Aber aus irgendwelchen Gründen muss ich die Sattelstütze jedes Mal reinigen nachdem sie eingeschoben war, denn sie hat dann einen ziemlich schmierigen, dunklen Belag.

Felgen und Reifen:

Nach der ersten Panne habe ich den hinteren Mantel gegen einen Marathon Plus getauscht, vorne ist noch der Big Apple drauf. Der Komfort ist gut, das liegt wohl auch an dem Stahlrahmen und dem Ledersattel. Ich bin mit der Kombination zufrieden. Vorne fahre ich 3-3,5 Bar, hinten 4,5 Bar.

Über die Felgen gibt es nichts zu berichten, keine gelockerten Speichen, keine Unwucht.

Wartung bisher:

Gelegentlich den Antrieb (Kette, Ritzel, Kettenblatt) gepflegt

Am Rad meiner Frau den Steuersatz eingestellt

Reparaturen bisher:

Eine Reifenpanne an meinem Rad

Fazit:

Auch mit den kleinen Schwächen und Makeln für den Preis ein sehr gutes Rad. Meine Kritik ist, gemessen an dem Preis, nur auf sehr hohem Niveau.

Ich bin dann mal wieder unterwegs

Bin wieder unterwegs mit dem Dahon Speed TR

 

 

 

Speed TR und Marathon Plus

Gepostet in Dahon Speed TR 2011

Heute habe ich an den Faltern hinten Marathon Plus in 47×406 montiert, vorne bleiben die BA’s erst einmal drauf. Nachdem ich vor Jahren Marathon Plus auf einem Hollandrad mit Stahlfegen montiert hatte, habe ich auch diesmal wieder das Schlimmste befürchtet … aber … die Marathon Plus ließen sich recht einfach mit nur 2 Reifenhebern montieren. Nach nur 30 Minuten waren auf beiden Rädern hinten die neuen Reifen drauf.

Morgen fahre ich mit dem Falter nach Dinxperlo, mal sehen (fühlen) wie sich der Reifen auf dem Falter fährt. 4,5 Bar habe ich hineingepumpt …

Wie schon angedroht bin ich mit dem Falter und dem Marathon Plus auf dem Hinterrad nach Dinxperlo gefahren. 38 Kilometer asphaltierte gute und schlechte Radwege, gute und schlechte Wirtschaftswege, Kopfsteinpflaster und ein wenig Split.
Da ich diese Strecke bisher nur teilweise gefahren bin, gehört sie nicht zu meinen Referenzstrecken für die ich Vergleichswerte habe. Daher stellen diese Aussagen nur meine subjektive Meinung dar.

Geschwindigkeit: Um 18:00 Uhr wollte ich mich mit meiner Frau in Dinxperlo treffen, 2 kurze Zigarettenpausen hatte ich eingeplant … und ich wollte mal wieder gaaaaaaanz gemütlich fahren. Das tat ich anfangs auch, bis der Radweg abrupt endete und die geplante Strecke zur Autoschnellstrasse wurde … dummerweise war der parallel verlaufende Radweg ohne Ankündigung gesperrt
Die Route wurde neu berechnet, zusätzliche 6 Kilometer – das brachte meinen Plan durcheinander, gemütlich war jetzt ersatzlos gestrichen, die 2. Zigarettenpause nicht, … auf einer Bank sitzen, ein wenig erfrischendes Mineralwasser trinken, ein Zigarettchen rauchen, der Issel beim Fließen zusehen, die Gedanken schweifen lassen … so viel Zeit muß einfach sein. Somit hatte ich auch Gelegenheit die Reifen bei einer höheren Geschwindigkeit zu testen.
Im Vergleich zu den BA hatte ich das Gefühl etwas schneller zu sein, nicht viel, 5-10% vielleicht. Auf meiner Referenzrunde werde ich das zu gegebener Zeit testen.

Komfort: Um es direkt vorwegzunehmen – mir hat nichts gefehlt, ich habe die BA’s nicht vermisst. Der Stahrahmen in Verbindung mit dem Brooks Sattel und der langen Sattestütze flexen (federn) ausreichend. Bin ich anfangs noch aus dem Sattel gegangen, wenn Wurzeln den Asphalt hochgedrückt hatten oder die Radwegabsenkungen nicht ganz abgesenkt waren, so konnte ich diese Angewohnheit schnell vergessen – der Komfort ist für mich wirklich mehr als ausreichend im Vergleich zu meinem bocksteifen Reiserad. Was mir noch aufgefallen ist – mit den BA’s hatte ich immer ein leicht schwammiges Gefühl, auch bei 5 Bar … mit den M+ habe ich eher das Gefühl wie auf Schienen zu fahren.

Fazit: Nach dem ersten Test sind die Reifen für mich perfekt. Ich hoffe, das ich es schaffe am 21.4 die „Grenzerfahrung in den Maasduinen“ Tour mizufahren … Sand (Matsch?), Kies, Split … dann habe ich einen Vergleich zu Sand, Kies und Split auf Rügen … stay tuned, I will be back soon

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