Emscherkunst.2013 Teil 3 1


Die erste geplante Termin für die Tour musste ausfallen, wir wollten schließlich nicht im Regen ertrinken – so musste ein kurzfristiger Ersatztermin her, denn die Ausstellungen im Rahmen der Emscherkunst.2013 waren nur bis 6. Oktober 2013 zu besichtigen.

Treffpunkt war der Landschaftspark in Duisburg – um 10:00 wollten wir starten, denn wir hatten über 80 Kilometer zu fahren und wollten vor Einbruch der Dunkelheit zurück sein – und die Erfahrung hat uns gezeigt, das wir kaum einmal mit einem Bruttoschnitt von über 10 km/h unterwegs sind. Es gibt ja immer so viel zu erzählen …  😛

Allerdings hatte der Zug mit den Teilnehmern aus Düsseldorf, Neuss und Ratingen wieder einmal Verspätung und wir konnten erst um 10:40 Uhr starten.

Schon im Landschaftspark konnten die ersten Installationen bewundert werden.

Schutzhelme (Sujin Do)

Schutzhelme als Kronleuchter arrangiert

The Sun in the Tunnel, Work (Daniel Buren)

Buntes Licht im Tunnel des Möllerbunkers

Der alten Emscher so weit wie möglich folgend führte unser Weg vorbei am „Pumpwerk Alte Emscher“ und am Alsumer Berg nach Duisburg Marxloh. Sahen wir anfangs noch die gewaltige Industriekulisse von ThyssenKrupp waren wir schon einen Moment später in Grünanlagen. Der Radweg führte und durch Marxloh auf Wegen, wie sie niemand erwartet hatte … nur die Querung der B8 erinnerte daran wo wir und befanden. Das Interesse an der DiTiB-Merkez-Moschee ließ uns dort einen Moment verweilen.

DiTiB-Merkez-Moschee

Ein langer Bogen entlang der kleinen Emscher führte uns auf die HOAG und von dort durch das Gelände von Norske Skog (ehemals Papierfabrik Haindl) vorbei am Kraftwerk Walsum und der Fähre nach Orsoy zum Rhein – ja, Emscherkunst war eigentlich selten an der Emscher zu sehen, Rhein und Rhein-Herne-Kanal hatten doch schon mehr Installationen zu bieten.

Die Station der Gesellschaft der Amateur-Ornithologen, die Installation „Fluss wird Wolke“ mit der bewohnbaren Wolke sowie die Ausstellung „The Settlement“ fanden besonderes Interesse der Teilnehmer (Fotos habe ich bereits in meinen anderen Berichten gezeigt).

Nun waren wir an der Emschermündung, die in den nächsten Jahren 500 Meter nach Norden verlegt und renaturiert werden soll. Der Emscher immer folgend (soweit dies möglich war) radelten wir durch Eppinghoven und Dinslaken, vorbei an der Deponie bis nach Wehofen – nach einem kleinen Abstecher durch die ehemalige Bergarbeiter Siedlung mit ihren schönen alten Häusern schwenkten wir wieder auf die HOAG umd kurze Zeit wieder entlang der Emscher zu radeln.

Warten auf den Fluss nennt sich die auf dem Foto abgebildete Installation – hier soll in den kommenden Jahren die Emscher (dann renaturiert) entlang fließen.

Übernachtungsmöglichkeit in Holzhäusern

Auch diese mal kamen wir um das obligatorische Zeremoniell nicht herum: Anhalten – Packtaschen auf – Essen, Trinken, Foto machen … reden, reden, reden  😛

Bis zum RWO Stadion in Oberhausen kamen wir zügig voran … unseren Gedanken die „“Slinky Springs to Fame“ (Brücke von Thomas Rehberger) zu überqueren verwarfen wir schnell wieder – zu viele Fußgänger.

An Inges Idee, dem Zauberlehrling (tanzender Strommast) wichen wir von der originalen Emscherkunst Tour ab, denn wir wollten nicht zwei Mal den gleichen Weg fahren und radelten durch die Brache Vondern vorbei an der Burg Vondern in Richtung Tetraeder und Skihalle (Alpincenter) in Bottrop. Allerdings hatte niemand Interesse auf die Halde zu fahren, sodaß wir unseren Weg zügig über Nebenwege und durch alte Siedlungen fortsetzten um wieder an die Emscher zu gelangen.

Schon von weitem konnten wir den Obelisken sehen, gefertigt aus Carbon – wie viele Fahrräder hätte man daraus machen können?  😕

Obelisk aus Carbon

Den Nordsternpark ignorierten wir heute, denn wir wollten trotz der fortgeschrittenen Zeit noch den singenden Felsen (Monument for a forgotten Future ) sehen und hören. Zu hören war heute nichts … aber zu sehen – ein nacktes Model wurde dort fotografiert (oder gefilmt?) … zumindest wurde dem Auge etwas geboten, wenn es schon mit den Ohren nicht geklappt hat … vielleicht brauchten die Scheinwerfer den Strom und für die Musik blieb nichts mehr übrig.

Auf dem Rückweg blieben wir erst einmal am Rhein-Herne-Kanal, denn es wollte keiner den Drachen auf dem Kohlebunker aus der Nähe betrachten. „Between the Waters“ eine Installation zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal nutzten einige Teilnehmer der Radtour um geklärtes Emscherwasser zu trinken oder die Wasserflaschen aufzufüllen.

Anschließend ließ es sich kaum jemand nehmen einen Blick in die Betonröhren (sie waren heute mal auf) im Berne Park zu werfen in denen man übernachten kann. Ist schon eine witzige Idee – für den Biergarten (zu empfehlen) blieb leider keine Zeit  🙁

Der Rückweg zum Landschaftspark sollte nun keine besondere Überraschung mehr bieten, denn die Kunstwerke hatten wir schon auf dem Hinweg gesehen. Dennoch sorgte eine üble Reifenpanne noch einmal für eine grössere Pause bei der … na ja, ihr wisst schon:

Anhalten – Packtaschen auf – Essen, Trinken, Foto machen … reden, reden, reden  😛

Wer nicht vor dem Landschaftspark bereits in Richtung Heimat abbog, der konnte im Landschaftspark gegen 19:00 Uhr noch die verbrauchten Mineralien mit Weizenkaltschale ausgleichen. Schließlich sind wir ca. 86 Kilometer gemeinsam geradelt … mit An- und Abfahrt ist für manchen an diesem Tag eine Kilometerstand über 100 dabei herausgekommen. Wieder einmal ein schöner Tag bei dem wir mit dem Wetter Glück hatten

Zur Erinnerung noch das Video von Michael zusammengestellte Video, dafür herzlichen Dank.


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