Hülser Berg und Halde Norddeutschland 1


Früh am Sonntag morgen musste ich mich schon auf dem Weg zum Treffpunkt am Töppersee machen. Treffpunkt 10:30 und ca. 35 Kilometer Anfahrt mit etlichen Ampelkreuzungen wollten erst einmal gefahren sein. Fuhr ich anfangs noch bis zur Überquerung des Rheins an der A42 auf bekannten Wegen änderte sich das nun. Ich hatte den kürzesten Weg geplant und war doch sehr überrascht, das ich nun von meinem Navi sehr schön über Nebenwege vorbei an Hochheide und durch Schwafheim gelotst wurde. Eine ziemlich flache Tour, auch wenn es hin und wieder ein wenig huckelig war.

Brücke_A42

Am Treffpunkt traf ich bereits den ersten Mitradler dieser Tour. Schnell kamen wir ins Gespräch – wir kannten uns ja bisher nur aus dem Forum – während nach und nach die anderen Teilnehmer der Radtour eintrafen.  Eine kurze Begrüßung, noch schnell ein Schluck aus der Wasserflasche und schon rollten wir los.

Vorwiegend auf Nebenwegen – mal Asphaltiert, mal der typische Radwegschotter gröber und feiner – ging es in zügiger Fahrt zum Hülser Berg, dem „Schreckgespenst“ vieler Radfahrer … in Serpentinen zog sich der Weg durch einen Wald nach oben, bis wir den „höchsten“ Punkt doch unerwartet schnell erreichten – für uns hatte der Berg seinen Schrecken verloren – schließlich ist der Hülser Berg nur 63 Meter hoch. Zeit für eine Pause

Pause_Huelser_Berg_1

– wer noch mehr für seine Fitness tun wollte, der durfte noch zu Fuß den Johannesturm erklimmen um die herrliche Aussicht zu genießen (so sah es von oben aus).

Vom_Johannesturm

War es auch hier im Schatten der Bäume sehr angenehm zu pausieren machten wir uns bald wieder auf den Weg. Die Abfahrt vom Hülser Berg gestaltete sich ein wenig schwierig – die Sonnenbrillen machten den Weg noch viel dunkler, als es durch den dichten Wald schon war. Zum Glück gab es keine Schlaglöcher und Stürze blieben uns dank unserer vorsichtigen Fahrweise erspart.

Weiter ging es durch Felder, Wälder und kleine Ortschaften bis wir einen Biergarten erreichten, den der Tourleiter für eine Erfrischung und einen Snack ausgesucht hatte. Es wurde auch Zeit, denn die Temperatur war mittlerweile merklich gestiegen und das Thermometer zeigte ca. 28°C, um sich nach alter Radler Tradition mit einem alkoholfreiem Weizen zu erfrischen.

Ich weiß nicht wer und ich weiß nicht warum, geplant war es jedenfalls nicht – aber Zeit war noch da – es wurde nun von der Halde Norddeutschland gesprochen, der wir noch einen Besuch abstatten wollten. Halden – ich liebe die Aussicht, ich hasse den Aufstieg, bin halt nicht der Kletterer … aber was soll man machen, schon waren wir auf dem Weg nach oben. Der Aufstieg war gefühlt anstrengender, der Schweiß lief in Strömen, der Aufwärtsdrang wurde in regelmäßigen Abständen von Schwellern erschwert … aber mit jedem Meter kamen wir dem Gipfel näher – Meter für Meter – doch plötzlich waren wir oben. Ich war ziemlich stolz, das ich es ohne abzusteigen geschafft hatte – Übersetzung 24-24, also noch immer ein Gang in Reserve – das hätte ich vorher nicht gedacht. Allerdings wurde anschließend meine Euphorie gedämpft … die Halde ist nur 102 Meter hoch, da hatte ich gefühlt mehr erwartet.

Halde_Norddeutschland

Oben konnten wir uns ein wenig ausruhen, wiederum die Aussicht genießen und das obligatorische Gruppenfoto machen.

Gruppe_Radforum

Der Rest der Tour bis zu unserem Treffpunkt am Töppersee verging viel zu schnell, ich wäre gerne noch weiter mit den Freunden zusammen geradelt – aber alles hat nun mal ein Ende und man sieht sich sicherlich bald wieder. Vor mir lag noch der Rückweg von ca. 30 Kilometer … den ich auf den letzten 10 Kilometern nach einem fast windstillem Tag gegen den Wind fahren durfte.

Hinweg_Toeppersee

Ein schöner Tag, eine schöne Tour, gerne wieder

111,5 Kilometer, 365 Höhenmeter


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