Hofcafe Touren im August 2015


Eines muss ich gleich klar stellen, mir geht es nicht um das Stück Kuchen und die Tasse Kaffee – das ist nur das Sahnehäubchen – mir geht es dabei um die Radtour und die neue Gegend, die dabei erkundet wird.

Das „Bauerncafe Mönichshof“ in Goch Hassum und „De Zeelandsche Hof“ in Millingen aan de Rijn (NL) waren unsere Ziele. Wie schon oft habe ich die Rundtouren zu Hause am PC erstellt ohne mich in der Gegend auszukennen. Geplant habe ich die Touren mit Basecamp und der Openfietsmap, denn auf dieser Karte lassen sich Radwege und deren Qualität gut erkennen, ohne das man böse Überraschungen fürchten muß. Wir sind jeweils mit dem PKW angereist und hatten unsere Falträder im Kofferraum. Mein Edge 1000 durfte uns jedesmal als kompetenter Guide entlang der geplanten Route führen – und das hat der wieder perfekt gemacht. Alle Abbiegehinweise kamen rechtzeitig und die 2 winzigen Fehler habe ich gemacht, weil ich nicht ganz genau hingeschaut habe.

Aber nun zu den Touren … geplant als (Halb)Tagesausflüge starteten wir jeweils nach einem ausgiebigen Frühstück mit Brötchen und Ei auf unserer Terrasse mit dem Auto zu unserem Zielort.

Kloster_Graefenthal_1

Für unsere erste Tour war es der Parkplatz am Kloster Graefenthal in Goch-Asperden. In Richtung Hommersum entlang einem Baggersee folgten wir erst einmal dem Radweg an der Maasstrasse bis wir kurz hinter dem Rietgraben auf Nebenwege abbogen. Hommersum bietet neben seinem intensivem Dorfleben und der Pfarrkirche St. Petrus nicht viel, eventuell die Niers die hier vorbei fließt. Mit dem Überqueren der Kendel waren wir bereits in den Niederlanden.

Die Strassennamen und Verkehrsschilder ließen deutlich erkennen, das wir Deutschland hinter uns gelassen hatten … aber auch die weit besseren Radwege mit dem Knotenpunktsystem sorgten von nun an für eine genussvolle Fahrt. Kaum 1-2 Kilometer weiter kamen wir am Freizeitpark „Het Heijderbos“ vorbei. Das war aber nicht unser Ziel, denn wenige Kilometer weiter wartete bereits die Maas auf uns. An der „Sluis Sambeek“ legten wir eine erste Pause ein. Warmer Sonnenschein, ein Schluck aus der Flasche und das Treiben beobachten … so kann man es aushalten.

Der Maas folgten wir bis Aijen (Gemeinde Bergen), dort bogen wir in Richtung der Maasduinen ab. Die Maasduinen sind immer wieder ein Erlebnis – eine wirklich schöne Gegend um Ruhe zu tanken, sich zu erholen und die Seele baumeln zu lassen, was wir auch taten. Wenn die Wege dort auch sehr schön sind gilt es dennoch aufzupassen, denn ab und zu fährt man durch (tiefen) Sand – mit den 20″ Rädern und den tief liegenden Schaltwerken manchmal eine (kleine) Herausforderung. Interessant fanden wir, das hier in den Niederlanden fast nur Pedelecs unterwegs waren, die Fahrer(innen) vorwiegend ohne Helm. Rennradfahrer könnten hier wirklich ein e-Bike Slalom veranstalten …

Maasduinen_2015_1

Wir warfen noch einen Blick auf das „Kasteel Bleijenbeeck“ bevor wir dann die Maasduinen verließen und unser heutiges Cafe, den Mönichshof ansteuerten. Während wir es uns bei Kaffee und sehr leckerem Kuchen gut gehen ließen begann es ein wenig zu tröpfeln. Es hatte sich schon im Laufe des Tages immer mehr zugezogen, wir ließen uns aber von den paar Tropfen nicht stören und blieben auf der Terrasse sitzen.

Kasteel_Bleijenbeek

Anschließend radelten wir noch an Asperden vorbei, bevor wir wieder unseren Startpunkt das Kloster Graefenthal erreichten. Eine schöne Anlage, die für grössere Feiern ein nettes Ambiente bietet.

Schöne Tour, schöner Tag, viel gesehen – 51 Kilometer geradelt. 

Der zweite Ausflug sollte uns zum Cafe „De Zeelandsche Hof“ führen. Trockenes und sonniges Wetter versprachen wieder einen schönen Tag. Wir parkten an einer Schule in Kleve und machten uns, nachdem wir uns auf kleinen Nebenstrassen durch die Stadt schlängelten, auf den Weg in Richtung Düffelward. 

Über viele schöne Nebenwege, durch kleine und kleinste Orte, vorbei an Bauernhöfen erreichten wir das Tor zum Gelderland „De Gelderse Poort„. Da wir aber aus der anderen Richtung kamen war es für uns eher das Tor zu Zeeland.

de_gelderse_poort

Zwischenzeitlich konnten wir immer wieder einen Blick auf die Waal werfen bevor sie wieder den Namen Rhein hatte. Eine sehr schöne Gegend, mit den Rädern sehr gut zu befahren … auch wenn manches mal Wildpferde den Radweg kreuzten.

wildpferde_2

In Millingen aan de Rijn (schönes Städtchen, sehr sauber) bogen wir ab in Richtung „de Zeelandsche Hof“, der Weg führte durch das Niemandsland … es gab hier nichts außer Feldern und hin und wieder einen Bauernhof … wenn nicht einige Bauern auf den Feldern gearbeitet hätten, hätte man sicherlich die Fliegen fliegen hören. Nach einer Stärkung bei Kaffee und Apfelkuchen verließen wir dieses versteckte Gehöft und radelten wieder in Richtung Rhein.

Deich_2

Auf dem Deich entlang des Altrheins, vorbei an Schenkenschanz schauten wir uns noch die alte Eisenbahnbrücke in Griethausen an bevor es wieder zurück nach Kleve ging.

Eisenbahnbruecke_1

Als wir wieder den Parkplatz an der Schule erreichten wunderten wir uns, das sich dort sehr viele Ausländer aufhielten … kein Wunder, die Sporthalle der Schule diente als Unterkunft.

Wieder ein schöner Tag (am Rhein hätte der Gegenwind nicht sein brauchen) mit viel Sonnenschein – viel Freude gehabt, viel gesehen – 50 Kilometer geradelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.