8 Jahre auf dem Rad


Als ich wieder einmal darüber geärgert habe, das die Fahrräder in der Garage im Weg standen hatte ich die Idee – Radfahren, das wäre doch etwas – wenn ich nicht zu schnell und zu weit fahre, dann ist es bestimmt nicht anstrengend, ich tue etwas für meine Gesundheit, nehme dabei ab und bin an der frischen Luft …

Das war vor mittlerweile 8 Jahren – und ich bin dabei geblieben. Fast 62.500 Kilometer bin ich gefahren, einige Sättel, Reifen, Bremsbeläge und Ketten sind dabei auf der Strecke geblieben. Nur 7 mal hatte ich einen Platten, den letzten vor ca. 36.000 Kilometern – ich hoffe es bleibt so, sack schwere und unbequeme Marathon Plus Reifen waren anfangs meine Waffe gegen Scherben und Dornen, nun ist es Proline Antiplatt Band – man lernt eben dazu.

Die längste Strecke, die ich an einem Stück gefahren bin betrug 146,8 Kilometer, der schnellste Schnitt auf meiner 40 Kilometer Hausrunde betrug 25,17 km/h. Meine maximale Geschwindigkeit habe ich mit 49,01 km/h erreicht … natürlich bergab.
Lag mein Puls in den ersten Jahren bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h (wenn ich die überhaupt erreicht habe) auf meinen Touren meist zwischen 130 und 135 , so schlägt mein Herz heute bei gleicher Geschwindigkeit nur noch 110 – 115 mal.

Unser_Abendessen

Es gab wunderschöne Touren, die einfach nur Spaß gemacht haben, es gab aber auch Touren die einfach nur Quälerei waren – aber das gehört dazu. Ich fahre bei Regen, Schnee, Kälte und Sonnenschein … nur an den Wind kann ich mich noch immer nicht gewöhnen, zumal ich mit meinem neuen Rad nur noch Gegenwind habe. Tja, was soll ich sagen – aufwärts fahren mag ich noch immer nicht, obwohl es mir mittlerweile leichter fällt. Vielleicht liegt es an der Muskulatur, vielleicht auch an den 20 Kilogramm, die ich weniger nach oben schleppen muss.

Mit Horst im Bergpark

Meinen Traum vom Nordkap nach Kapstadt zu fahren und dann vielleicht weiter habe ich erst einmal begraben … das Leben hat andere Herausforderungen für mich. Mein Traumrad (Reiserad mit Rohloff usw.) ist auch nicht mehr mein Traumrad, die Rohloff Nabe, so zuverlässig sie auch läuft, mit ihren fast 14% Gangsprüngen ist nicht mehr meine Welt seitdem ich mit meinem Tourenrad und einer RR Schaltung mit durchschnittlich 8,3% Sprüngen in den meist gefahrenen Gängen unterwegs bin. Da kommt wirklich Freude auf und ich muss nicht dauernd zwischen 2 Gängen hin- und herschalten.

Jan_2015_1

So, nun ab auf mein Rad, es ist kalt und windig – und es regnet. Neues Radel Jahr, neues Glück … die 70.000 Gesamt Kilometer stehen als nächstes Ziel im Raum.

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