Lebendnierenspende


Meiner Frau wurde im Jahr 2007 nach vielen Jahren der Forschung eine nicht heilbare Nierenkrankheit diagnostiziert. Jahr für Jahr, Woche für Woche, Tag für Tag verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand.

Im August 2010 sprach uns der behandelnde Nephrologe an, ob es für uns denkbar wäre einen geeigneten Nierenspender zu finden, da die Dialyse nicht mehr weit entfernt war. Ich sagte spontan zu meiner Frau eine Niere zu schenken, wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht.

Als die ersten Test (Kreuzprobe, Benchmark) positiv verliegen, begann die Zeit der Untersuchungen an der Uniklink Essen … mein innerstes wurde im Laufe der Zeit nach außen gekrempelt um auszuschließen, das mir durch die Nierenspende gesundheitliche Nachteile entstehen könnten. So gingen einige Monate ins Land. Auch die Psychologen sowie die Ethik Kommision mußten ihre Zustimmung geben, bevor wir unseren OP Termin bekamen.

Am 3.5.2011 war es dann soweit, mir wurde eine Niere entfernt und anschließend meiner Frau implantiert. Die Niere nahm sofort ihre Arbeit auf und schon 2 Wochen später entsprachen alle Werte meiner Frau denen eines gesunden Menschen. Meiner Frau geht es endlich wieder gut.

Jetzt, fast 6 Wochen später merken wir immer noch (mehr oder weniger) die Nachwirkungen der Operation, aber es geht uns soweit gut und wir haben unsere Entscheidung keinen Moment bereut.

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9 Monate sind mittlerweile ins Land gegangen, bis auf die Nenenwirkungen der Medikamente (Harrausfall, Hitzewallungen und Gewichtszunahme) geht es meiner Frau gut. Alerdings habe ich erwartet, das auch die Leistungsfähigkeit im Laufe der Zeit besser wird  … diese Hoffnung hat sich bisher nicht erfüllt, leider.

Mir selber geht es seit November zunehmend besser. Hatte ich in den ersten Monaten mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Vergesslichkeit und verminderter Leistungsfähigkeit zu kämpfen, so sind die Symptome alle verschwunden. Beim Radfahren sind Ausdauer und Geschwindigkeit wieder dort angelangt, wo sie auch vor der OP waren.

In den vergangenen Monaten habe ich allerdings auch viel über das Leid von Spendern gehört, bei denen es nicht so gut gelaufen ist. Auf der Seite www.nierenlebendspende.com/ könnt ihr Kontakt aufnehmen.

Ein Jahr später

Danke der Nachfrage, uns geht es gut … sehr gut.

Sicherlich hat meine Frau mit den Nebenwirkungen der Medikamente zu kämpfen – Haarausfall, Gewichtszunahme, Schweißausbrüche – aber allemal besser wie vor der Transplantation oder an der Dialyse.

Mir geht es mittlerweile auch ausgesprochen gut. Nach dem Tief im Oktober sind nun alle Symptome verschwunden – ich habe meine volle Leistungsfähigkeit erreicht. Die Jahresuntersuchung brachte folgende Ergebnisse:

  • GFR 52%
  • Crea 1,5
  • Belastungs EKG nach 200 Watt aufgehört (nicht abgebrochen) bei moderatem Puls und Blutdruck

Diese Werte hatte ich auch vor der Nierenspende nach intensivem radfahren … nur wenn ich 1 Woche nicht mit dem Rad gefahren bin waren meine Werte besser ( CREA 1,23, GFR 65). Ich kann also für mich sagen, das ich derzeit keine Nachteile durch die OP habe.

 

3 Jahre später

Uns geht es immer noch gut. Bei uns Beiden keine Verschlechterung des Zustandes und der Werte … eher nochmals eine kleine Verbesserung.

Auch unseren Freunden, die sich Ende 2013 zu einer Lebendspende entschieden haben geht es mittlerweile wieder gut.